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Projekt: PaMigEl 2017-2020 - FLYER.PDF

Monolith e. V. schult Flüchtlingseltern
Im Kreis Paderborn haben sich in den letzten Jahren ca. 7.000 Flüchtlinge angesiedelt. Viele davon sind junge Familien mit schulpflichtigen Kindern. Frühere und neuere empirische Untersuchungen belegen, dass Eltern mit Migrationshintergrund gute Bildung für ihre Kinder wollen, ihnen jedoch das Wissen über das Bildungssystem in Deutschland sowie über die Mitwirkungsmöglichkeiten der Eltern fehlen. So beginnen Kinder aus Migrationsfamilien ihre Schullaufbahn meistens mit schlechteren Voraussetzungen. Diese zu verbessern und Eltern auf den Bildungsweg ihrer Kinder in Deutschland vorzubereiten, ist das Ziel des im September begonnenen Projektes „Paderborner Migranten-Elternarbeit für Flüchtlinge“, das der Verein Monolith, gefördert über das Bundesamt  für Migration und Flüchtlinge (BAMF) durch Mittel des Bundesministeriums des Inneren im Verlauf von 3 Jahren durchführen wird. Monolith e. V. ist aus der Integrationsarbeit der Spätaussiedler hervorgegangen und  ist seit 16 Jahren unter Zuwanderern im Kreis Paderborn in den Bereichen Bildung und Soziales aktiv.

In dem Projekt „Paderborner Migranten-Elternarbeit für Flüchtlinge“ sollen neuzugewanderte Eltern in Delbrück, Paderborn und Salzkotten die Möglichkeit erhalten, in Seminaren Kompetenzen zu erwerben, um ihre Kinder im Lern- und Bildungsprozess langfristig qualifiziert zu unterstützen. Geschult werden sie von Multiplikatoren, die selbst Migrationshintergrund haben, zweisprachig und pädagogisch ausgebildet sind. Theoretische Grundlage für die Schulungen bildet das von Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning entwickelte und erprobte Handbuch für die Elternbildung: Bildungsbrücken bauen.

Neben den Schulungen sollen auch niederschwellige Gruppen des Lernens und der Begegnung eingerichtet werden, mit dem Ziel, Begegnungssituationen zwischen migrantischer Aufnahmegesellschaft und Neuzugewanderten zu schaffen und so möglichen Konflikten zu begegnen. Damit sollen jedoch auch die Neuzugewanderten in das Ehrenamt eingeführt werden und langfristig selbst in der Integrationsarbeit ihrer eigenen Landsleute aktiv werden.

Am Anfang war ein Arbeitskreis (1997)

Im Frühjahr 1997 gründeten die Wohlfahrtsverbände im Kreis Paderborn (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische) zusammen mit Vertretern der Kreistagsfraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Grüne den „Arbeitskreis Aussiedler“. Das Ziel war, Spätaussiedlern die Eingliederung in der neuen Heimat zu erleichtern, sie stärker in das örtliche Gemeinwesen einzubinden und ihnen die Möglichkeit zu geben, selbständig aktiv zu werden.

Modellprojekt: Wir für uns – Netzwerk Aussiedler (2001-2002)

(Landesstelle für Aussiedler, Zuwanderer und ausländ. Flüchtlinge in NRW)

Das Modellprojekt der Wohlfahrtsverbände im Kreis Paderborn zur Förderung der Eigeninitiative und Selbsthilfe von russlanddeutschen Aussiedlern wurde durch das Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Durch die Förderung der Selbsthilfe und durch den Aufbau eines Netzwerkes ist es mit dem Projekt gelungen, vielen Spätaussiedlerinnen Orientierungshilfen zu geben, sich in einer zunächst für sie neuen Kultur zurecht zu finden und sich beruflich und sozial zu integrieren.

Projekt: Wir für uns – Aussiedler im Ehrenamt (2003-2006)

(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

Zielsetzung: Förderung und Stabilisierung des Ehrenamts unter Aussiedlern; Qualifizierung ehrenamtlicher Mitarbeiter; Gewinnung, Schulung, Begleitung; Förderung der kommunikativen Kompetenz zwischen Aussiedlern, Einheimischen (auch Funktionsträgern) und anderen Bürgern.

Projekt: Integration  durch Sport (2004)

(Bundesministerium des Innern, Landessportbund )

Mit Unterstützung dieses Programms wurden Sportmöglichkeiten geschaffen und Sportangebote entwickelt, die sich an den Motiven der Zielgruppen zum Sporttreiben orientieren und deren spezifischen Bedürfnissen Rechnung tragen. Dazu mussten die Zielgruppen sozial, kulturell, sprachlich und räumlich in ihrem Lebensumfeld abgeholt werden.

Durch Information, aktive Ansprache, zielgruppenspezifische Angebote und Minderung der Zugangsbarrieren wurden die Zielgruppen zur aktiven Teilnahme, Mitgliedschaft und Mitarbeit in den gestaltenden Strukturen des organisierten Sports ermutigt.

Engagierte Vereinsmitglieder, die sich in den deutschen Vereinsstrukturen und den kulturellen Gegebenheiten der MigrantInnen auskennen und dort akzeptiert werden – haben hier sowohl sprachlich als auch kulturell den Zugang erleichtern können.

Projekt: Auf Augenhöhe (2005)

Deutsche aus Russland zwischen Hoffnung und Vorurteil
(Stadt Paderborn, Kulturamt, Historisches Museum im Marstall)

Sonderausstellungen im Historischen Museum im Marstall, im Museum für Stadtgeschichte im Adam und Eva Haus und in weiteren städtischen und kirchlichen Einrichtungen in Paderborn.

Projekt: Perestrojka in Paderborn(2008-2010)

(Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW, Europäische Union mit Kofinanzierung der regionalen ARGEn)

Ein innovatives, überregionales Modellprojekt in OWL, das durch ESF-Mittel gefördert wurde und im Kreis Paderborn bei der tbz Bildung gGmbH, in Zusammenarbeit mit Monolith e. V. und der ARGE Paderborn sowie unter Beteiligung der Städte Paderborn und Bad Lippspringe durchgeführt worden ist. Das Ziel war, Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu helfen, ihre berufliche sowie soziokulturelle Integration erfolgreicher zu gestalten und ihre Chancen für den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt zu verbessern.

Projekt: IQ Netzwerk – Integration durch Qualifizierung (2011-2014)

Träger: tbz Bildung gGmbH

Das "Netzwerk Integration durch Qualifizierung (IQ)" ist ein Förderprogramm der Bundesregierung zur Verbesserung der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt.

 

Eine wichtige Voraussetzung für die adäquate Partizipation von Zuwanderern am Arbeitsmarkt ist neben der sprachlichen Qualifikation die Anerkennung des im Ausland erworbenen Bildungsabschlusses. Langjährige Erfahrungen der Zuwanderer, dass ausländische Berufsabschlüsse nicht anerkannt oder wegen fehlender Bezüge zum deutschen Arbeitsmarkt von Arbeitgebern nicht berücksichtigt wurden, trugen dazu bei, dass eine Anerkennung nicht mehr angestrebt wurde. Hinzu kommt, dass Prioritäten aus der Perspektive der Zuwanderer oft anders gesetzt werden: angebotene Arbeitsstellen werden ohne Bezug zum ehemaligen Berufsfeld bzw. Qualifikation im Herkunftsland angenommen, um möglichst schnell den eigenen Unterhalt sichern zu können.

Projekt: Integration durch Information (2014-2015) und (2016-2017)

(Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW, Bezirksregierung Arnsberg)

Im Rahmen des Projektes werden kreisweit mehrere Schulungen (Einzelseminare, Infoveranstaltungen und Wochenendseminare) durchgeführt. Die  Zielgruppen sind Ehrenamtliche, die seit Jahren im Verein tätig sind und die Multiplikatorenrolle übernommen haben, und Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund, die Interesse an den einzelnen Themen haben.

Durch diese Qualifizierungsmaßnahme sollen möglichst viele Migranten erreicht und informiert werden, um ihre Teilhabe in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen zu verbessern und um die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken.

Projekt: Paderborner Migranten-Elternarbeit für Flüchtlinge  (2017-2020)

(Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)

Mit dem Projekt sollen in drei Kommunen (Paderborn, Delbrück, Salzkotten) sowohl gezielt Kontakte zwischen neuzugewanderten Eltern und bestehenden Elterninitiativen hergestellt als auch erste strukturierte Angebote der speziellen Elternarbeit für Flüchtlinge entwickelt und erprobt werden. Dies soll mit Hilfe von Eltern mit Migrationshintergrund geschehen, die zum größten Teil seit mehreren Jahren in der Elternarbeit aktiv sind.

Projekt: KOMM AN  (2016 und 2017)

(Land NRW und Kommunales Integrationszentrum Paderborn)

Im Rahmen dieses Projektes sollen Flüchtlingen Möglichkeiten geboten werden, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden, Kontakte zu knüpfen und ihre Eingliederung eigenverantwortlich zu gestalten. Unsere ehrenamtlichen Multiplikatoren begleiten und unterstützen sie dabei.

Projekte: "Förderunterricht Deutsch" (2012-2014), "Schülerzeitung" (2012), "Mit Musik Sprache lernen" (2016/2017), "My New Delbrück" (2016/2017) und "My New Bad Lippspringe" (2016/2017)

(Familie-Osthushenrich-Stiftung)

Familie-Osthushenrich-Stiftung unterstützt seit 2012 unsere niederschwelligen Projekte für Vor- und Grundschulkinder in Paderborn, Delbrück und Bad Lippspringe. Die Ziele dieser Projekte sind: Verbesserung der Sprachkenntnisse (Deutsch, Englisch, Russisch), Erweiterung des aktiven Wortschatzes, Musikalische Früherziehung. An den Projekten nehmen Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, seit 2016 auch Flüchtlingskinder.

Projekte: "Gemeinsam lernen macht Spaß", "Gesprächsrunde Deutsch", "Kreative Mama", "Konversationskurs Deutsch" und "Kulturkreis für Migranten", "Wochenendseminare für ehrenamtliche Gruppenleiter" (seit 2012)

(Kath. Bildungswerk, Erzbistum Paderborn)

Mit Unterstützung des Kath. Bildungswerkes Paderborn führen wir seit 2012 jährlich mehrere niederschwellige Projekte im Bereich Erwachsenen- und Elternbildung durch. Neue Teilnehmer sind gerne willkommen!

 

Unser Verein wird unterstützt durch den Kreis Paderborn und die Wohlfahrtsverbände
awo caritas diakonie drk pari